Nachdem bereits 900 Millionen Euro an geplanten Investitionen von Boehringer in Deutschland gestoppt wurden, halbiert nun auch der Pharmakonzern Lilly den weiteren Ausbau seines Milliardenprojekts in Alzey.
Das ist kein Zufall. Das ist ein deutliches Alarmsignal für den Wirtschaftsstandort Rheinland-Pfalz.
Wenn gleich zwei internationale Pharmakonzerne ihre Investitionspläne zurückfahren, dann liegt das nicht an fehlendem Potenzial unserer Region. Es liegt an politischen Rahmenbedingungen, die Unternehmen immer häufiger abschrecken.
Hohe Energiekosten, ausufernde Bürokratie, fehlende Planungssicherheit und eine Politik, die wirtschaftliche Realitäten zu oft ignoriert – all das hinterlässt Spuren. Die Unternehmen selbst sprechen von mangelnder Planbarkeit und attraktiveren Bedingungen in anderen Weltregionen.
Wirtschaftsminister Ebling reagiert auf diese Entwicklung vor allem mit Schuldzuweisungen. Doch wer Regierungsverantwortung trägt, kann sich nicht dauerhaft hinter Vorgängern, Berlin oder globalen Entwicklungen verstecken. Rheinland-Pfalz braucht Lösungen – keine Ausreden.
Rheinland-Pfalz braucht endlich eine Wirtschaftspolitik, die Investitionen anzieht, Forschung stärkt und hochwertige Arbeitsplätze sichert.
Erst Böhringer, jetzt Lilly: Standortkrise in Rheinland-Pfalz ist längst Realität.
