Laut Medienberichten plant die aktuelle Landesregierung eine Ausweitung der Sonntagsöffnungszeiten des rheinland-pfälzischen Einzelhandels. Hierzu erklärt die familien- und kinderpolitische Sprecherin der AfD-Fraktion im Landtag Rheinland-Pfalz, Claudia von Bohr:
„Gerade aus familienpolitischer Sicht ist für mich entscheidend: Familien brauchen gemeinsame Zeit. Kinder brauchen feste Zeiten mit ihren Eltern. Und Beschäftigte im Einzelhandel dürfen nicht die Leidtragenden einer immer weiteren Ausdehnung von Verkaufszeiten sein.
Die AfD lehnt daher eine generelle Ausweitung der Sonntagsöffnung im Einzelhandel klar ab. Der Sonntag gehört grundsätzlich der Familie und darf nicht schleichend zu einem regulären Werktag werden.
Als gelernte Einzelhandelskauffrau kenne ich die Arbeitsbedingungen im Handel aus eigener Erfahrung. Im Einzelhandel arbeiten überwiegend Frauen, viele von ihnen sind alleinerziehende Mütter. Sie leisten neben ihrer Berufstätigkeit häufig einen erheblichen Teil der Familien- und Betreuungsarbeit. Viele Mitarbeiter im Einzelhandel arbeiten bereits heute fast immer im Schichtbetrieb und müssen Arbeitszeiten am frühen Morgen oder bis in die späten Abendstunden abdecken. Zahlreiche Geschäfte schließen erst um 21 oder 22 Uhr.
Deshalb ist unsere Position klar: keine generelle Sonntagsöffnung, aber sechs verlässlich mögliche verkaufsoffene Sonntage im Jahr. Das stärkt den Handel und schützt zugleich den Sonntag als Tag der Familie.“
