Zwei Drittel ohne Berufsabschluss – wo sind die versprochenen Fachkräfte?
Unser wirtschaftspolitischer Sprecher Bailey Wollenweber hat die Landesregierung nach der Arbeitsmarktintegration von Personen mit Asyl- und Fluchthintergrund gefragt. Die Zahlen der Bundesagentur für Arbeit sind ernüchternd.
In Rheinland-Pfalz stehen 26.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten rund 36.000 erwerbsfähige Bürgergeld-Berechtigte gegenüber. Kinder und Rentner sind dabei nicht mitgezählt.
Und wer arbeitet, ist überwiegend ungelernt:
- 4.300 mit anerkanntem Berufsabschluss (17 %)
- 2.400 mit akademischem Abschluss (9 %)
- 1.800 in Ausbildung (7 %)
- 17.500 ohne Abschluss (67 %)
Zwei Drittel der Erwerbstätigen haben also keinen anerkannten Berufsabschluss – unter den Leistungsbeziehern dürfte der Anteil noch höher liegen.
Das ist keine Fachkräftezuwanderung. Das ist Zuwanderung in die Sozialsysteme.
Besonders bemerkenswert: Ausgerechnet unter jungen Leuten fordern viele noch mehr Zuwanderung – „Gen Z regelt“ sozusagen. Nur regelt sie damit vor allem eines: ihre eigene Zukunft. Denn die Rechnung für ein Sozialsystem, das immer mehr Menschen trägt, die kaum etwas einzahlen, bekommt genau diese Generation präsentiert.
Wer weiter von gelungener Arbeitsmarktintegration spricht, ignoriert die eigene Statistik.
