Heute vor fünf Jahren verwandelte sich das Ahrtal in eine Katastrophenzone. 135 Menschen verloren ihr Leben, unzählige ihre Heimat, ihre Existenz, alles was sie kannten. Eine Wunde, die bis heute nicht verheilt ist.
Unser Abgeordneter Martin Kallweitt, der selbst betroffen war, erinnert sich:
„Vor fünf Jahren hat die Flut mein Zuhause zerstört. Wie viele andere stand auch ich vor den Trümmern meiner Existenz. Diese Zeit hat mich geprägt und mir gezeigt, was Zusammenhalt wirklich bedeutet. Bis heute beeindruckt mich die Hilfsbereitschaft, die wir damals erlebt haben. Der Wiederaufbau ist leider noch nicht überall abgeschlossen – aus den schweren Erfahrungen ist neue Stärke entstanden – und die bleibt.“
Unser Mitgefühl gilt an diesem Tag den Opfern und ihren Angehörigen. Unser Dank gilt den Einsatzkräften und den unzähligen freiwilligen Helfern, die damals alles gegeben haben – und vielerorts noch heute helfen.
Doch Gedenken allein reicht nicht. Die Fragen nach politischer Verantwortung, nach versäumten Warnungen, nach fehlenden Alarm- und Einsatzplänen sind nicht verschwunden. Sie sind fünf Jahre später noch genauso berechtigt. Wer aus einer Katastrophe dieses Ausmaßes keine Konsequenzen zieht, riskiert, dass sie sich wiederholt.
Wir vergessen nicht – die Opfer nicht, und die Versäumnisse nicht.
