Familienkarte ja – aber mit einem großen Aber. 2025 wurde mit 20.000 Teilnehmerfamilien geworben. In Rheinland-Pfalz gibt es über 400.000 Familien mit minderjährigen Kindern. Und Registrierung heißt noch lange nicht Nutzung. Dabei ist es richtig, Familien zu entlasten – Rheinland-Pfalz tut hier nach wie vor zu wenig. Die Familienkarte ist deshalb grundsätzlich unterstützenswert. Nur bleibt der tatsächliche Mehrwert zu gering: Rabatte und Angebote helfen Familien zu wenig spürbar. Kritisch sehen wir das Familienbild im Antrag: Eine „Verantwortungsgemeinschaft“ beliebiger Zusammensetzung ersetzt keine stabil gewachsene Familie aus Eltern, Kindern und Verwandten. Wir bekennen uns klar zur traditionellen Familie. Auch die geplante Mehrsprachigkeit der App ist der falsche Weg. Sprache ist der Schlüssel zu Integration. Wer staatliche Angebote nutzt, sollte Deutsch verstehen. Dazu kommen offene Fragen bei Datenschutz und Kosten: Keine verbindliche Folgenabschätzung, keine klare Obergrenze der Ausgaben. Bevor teure Erweiterungen beschlossen werden, brauchen wir ehrliche Zahlen und eine offene Kosten-Nutzen-Diskussion. Deshalb enthalten wir uns. Nicht gegen Familienangebote – sondern weil die geplanten Maßnahmen zu kurz greifen. Was brauchen Familien wirklich?
