Bereits im Februar 2023 hatte Ralf Schönborn, energiepolitischer Sprecher der rheinland-pfälzischen AfD-Fraktion, die Landesregierung zu IT-Sicherheitsrisiken bei Windkraft- und Photovoltaikanlagen befragt. Anlass waren unter anderem Berichte über Sicherheitsprobleme an einer Windenergieanlage im Hunsrück.
Die damalige Antwort der Landesregierung fiel ernüchternd aus: Konkrete Informationen über die Sicherheit der Anlagen oder erfolgte Cyberangriffe lägen nicht vor. Zusätzliche Schutzmaßnahmen seien nicht geplant.
Nun wurde eine gravierende Sicherheitslücke in der Cloud-Plattform des chinesischen Wechselrichterherstellers Sungrow bekannt. Nach Medienberichten waren darüber rund 250.000 Solaranlagen in Deutschland potenziell erreichbar. Die Sicherheitslücke wurde inzwischen geschlossen.
„Schon 2023 habe ich auf mögliche Sicherheitsrisiken hingewiesen. Der aktuelle Vorfall zeigt, dass die Frage nach der Fernsteuerbarkeit unserer Stromerzeugungsanlagen weiterhin aktuell ist“, erklärt Schönborn.
Mit einer erneuten Kleinen Anfrage will der Abgeordnete klären, wie viele Anlagen in Rheinland-Pfalz über Herstellerplattformen fernsteuerbar sind und welche Sicherheitsüberprüfungen die Landesregierung seit 2023 veranlasst hat.
„Die Sicherheit unserer Stromversorgung darf nicht allein dem Vertrauen in die Hersteller überlassen bleiben“, so Schönborn abschließend.
