Im Juni 2026 sind in Rheinland-Pfalz vier Menschen ertrunken – doppelt so viele wie im Juni des Vorjahres. Bundesweit zählte die DLRG 99 Badetote, so viele wie seit dem Hitzesommer 2003 nicht mehr. Und die Badesaison hat gerade erst begonnen.

Stephan Stritter, unser sportpolitischer Sprecher, macht klar:
Hinter jeder dieser Zahlen steht eine Tragödie – und viele davon wären vermeidbar. Wer nicht sicher schwimmen kann, hat besonders in Badesee, Fluss oder Kanal keine Chance. Schwimmunterricht muss endlich wieder zur Priorität werden – in Schulen, in Vereinen und in der Förderpolitik des Landes.

Wir müssen auch ohne Denkverbote darüber sprechen, welche Rolle Migration und mangelnde Schwimm- und Deutschkenntnisse spielen. Wer die Baderegeln nicht lesen kann, der kann sie auch nicht beachten. Schwimmmeister müssen sich gegenüber Badegästen verständlich machen können. Wenn die Rettungskräfte überlastet werden, sind alle Badegäste zusätzlich gefährdet.
Ein Freibad in Halle (Saale) hat darum bereits Konsequenzen gezogen: Ohne ausreichende Deutschkenntnisse kein Eintritt.

Wir fordern:
* Förderung des kulturellen Bewusstseins für Sport und insbesondere den Schwimmsport
* Schwimmunterricht als verbindliche Priorität an unseren Schulen
* Sicherheit für alle Badegäste durch klare Regeln: Bronze-Pflicht in Schwimmerbereichen und ausreichende Deutschkenntnisse für alle Badegäste

– damit der nächste Sommer nicht noch mehr Tragödien bringt!