Am Donnerstagabend (1. Oktober 2026) berichtete der SWR darüber, dass an der Karolina Burger-Realschule plus in Ludwigshafen eine Videoüberwachung eingeführt wird. Dies sei ein zentraler Wunsch der Schule gewesen. Wenige Stunden zuvor hatte die Bildungsministerin im Ausschuss behauptet, für die chaotischen Verhältnisse an der Schule seien nicht die Schüler „das auslösende Problem“ gewesen, sondern die „mangelnde Organisationskultur“ und die „Lagerbildung im Kollegium“.
Dazu Joachim Paul, bildungspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Landtag Rheinland-Pfalz: „Die Videoüberwachung an der Karolina Burger-Realschule bestätigt die Position der AfD-Fraktion. In erster Linie hat die Karolina Burger-Realschule ihren schlechten Ruf eben nicht wegen einer ‚Lagerbildung im Kollegium‘, sondern durch zahlreiche Schlägereien, das Mitbringen von Waffen, die massive Sachbeschädigung und eine Reihe von falschen Feueralarmen – deshalb die Videoüberwachung. Wenn die Lehrer nachvollziehbar eine Videoüberwachung einfordern und diese daraufhin eingerichtet wird, dann kann man wohl davon ausgehen, dass die Berichte von Eltern und Schülern auf besorgniserregende Weise zutreffend und eben nicht angeblich falscher Berichterstattung geschuldet sind.“
Joachim Paul ergänzt:
„Ich fordere Staatsministerin Eiling-Hütig auf, den Ausschuss zukünftig besser über die Maßnahmen zu unterrichten – die Einrichtung der Videoüberwachung hätte in der gestrigen Aussprache zur Karolina Burger-Realschule dargestellt und beraten werden müssen. Nur eine vollumfängliche Berichterstattung durch die Landesregierung ist eine seriöse Berichterstattung. Die Erwähnung der Videoüberwachung hätte der notwendigen Debatte über die Missstände eine ganz andere Richtung gegeben. So entsteht der Eindruck, die Ministerin habe den Bildungsausschuss gestern an der Nase herumgeführt.“
