Seit dem 1. März 2021 erprobt die Landesregierung gemeinsam mit dem Hausärzteverband und der Kassenärztlichen Vereinigung Rheinland-Pfalz das Impfen von Patientinnen und Patienten ab 80 Jahren, die aus gesundheitlichen Gründen immobil sind, kein Impfzentrum aufsuchen können und deshalb von ihrem Hausarzt geimpft werden sollen. Mit Stand vom 9. März waren vier Pilotpraxen involviert, in denen insgesamt 44 Personen geimpft wurden. Wann Hausärzte flächendeckend mit der Impfung beginnen können, ist noch unklar. Für Unmut unter den Hausärzten sorgte insbesondere die Mitteilung, dass sie nur 20 Euro pro Impfung erhalten sollen, während die Impfung in einem Zentrum ungefähr das zehnfache kostet.
 
Dazu Joachim Paul (AfD): „Der Impfstart in Rheinland-Pfalz lief holprig. Deutschland ist im internationalen Vergleich abgeschlagen – das wird auf längere Sicht so bleiben, aller PR zum Trotz. Anstatt die Hausärzte von Beginn an in den landesweiten Impfprozess einzubinden und diesen somit entscheidend zu beschleunigen, wurde zunächst auf ein Pilotprojekt gesetzt, dessen Beitrag zum Impferfolg aktuell nur symbolischer Natur ist. Uns fehlt aber die Zeit für Symbolpolitik. Die Hausärzte – für viele Bürger Vertrauenspersonen ersten Ranges – müssen so schnell wie möglich mit Impfstoff versorgt und flächendeckend in das Impfkonzept einbezogen werden.
 
Paul weiter: „Es ist nicht nachvollziehbar, warum ein Hausarzt für eine Impfung in seiner Praxis nur ein Zehntel des Geldes erhält, das an ein Impfzentrum gehen würde. Die AfD fordert die Landesregierung dazu auf, die Hausärzte so schnell wie möglich mit Impfstoff zu versorgen und ihre Leistungen angemessen zu bezahlen.
 
Joachim Paul ist Abgeordneter der AfD-Fraktion im Landtag von Rheinland-Pfalz