Medienberichten zufolge soll Lotto Rheinland-Pfalz neben Christian Baldauf (CDU) einen zweiten Geschäftsführer erhalten: den bisherige Landtagspräsidenten Hendrik Hering von der SPD. Für die AfD-Fraktion ist diese Entscheidung ein weiterer Beleg für den stetigen Ausbau hochdotierter Spitzenposten unter der neuen schwarz-roten Landesregierung. Die Fraktion hat deshalb den Wissenschaftlichen Dienst des Landtags mit der Erstellung eines Gutachtens beauftragt.
Frank Senger, stellvertretender Vorsitzender der AfD-Landtagsfraktion, erklärt dazu: „Ein zweiter Geschäftsführer bei Lotto Rheinland-Pfalz ist sachlich nicht zu begründen. Vielmehr wirkt der hochdotierte Personalaufwuchs wie der nächste Schritt einer Politik der Vollversorgung für altgediente Politiker und Selbstbedienung. Seit Amtsantritt von Ministerpräsident Schnieder werden neue hochbezahlte Posten geschaffen: ein zusätzlicher Minister, ein zusätzlicher Landtags-Vizepräsident, nun ein zusätzlicher Lotto-Geschäftsführer.
Die AfD-Fraktion hat deshalb den Wissenschaftlichen Dienst des Landtags mit einem Gutachten beauftragt. Es soll klären, ob die Vertreter des Landes in den Aufsichtsräten mehrheitlich landeseigener Gesellschaften entsprechend der Kräfteverhältnisse im Landtag besetzt werden müssen. Wäre die Opposition in den Kontrollgremien vertreten, ließen sich fragwürdige Personalentscheidungen dieser Art deutlich schwerer durchsetzen.“
