Fünf Jahre Warten auf den Nahverkehrsplan – und die Enttäuschung folgt gleich!
Der Landesnahverkehrsplan ist da – endlich! Die Zweckverbände haben zugestimmt, das Kabinett kann ihn bald in Kraft setzen. Ministerin Eder dürfte erleichtert sein – nach fünf Jahren Propaganda kann sie nun ein Ergebnis vorzeigen.
Aber: Was steht drin? Der 140-seitige Plan bleibt bisher weitgehend nicht öffentlich, nur die Zweckverbände haben Zugang. Und schon jetzt wird klar: Das, was Bürger in ländlichen Regionen erwarten, fehlt.
• Schienen- und Regionalverkehr? Wird im Wesentlichen nur festgeschrieben, was ohnehin schon fährt.
• Taktung auf dem Land? 120 Minuten – kein echter Anreiz, das Auto stehen zu lassen.
• Lokale Verkehre? Keine verbindlichen Vorgaben, Kommunen bleiben auf sich allein gestellt.
Positiv: Zugbegleitung, Sauberkeit, Pünktlichkeit, Störungsmanagement sollen verbessert werden – aber ob das im Alltag ankommt, bleibt offen.
Fazit: Geld wird nicht optimal eingesetzt – anstelle die Infrastruktur auf dem Land zu stärken, fließt es in das Deutschlandticket oder teure E-Busse.
Der Nahverkehrsplan liefert mehr Sicherheit für die Kreise, aber keine echte Lösung für Pendler auf dem Land.
