Ein digitaler Pflegeplatzfinder klingt erstmal nach einer echten Hilfe für Betroffene und Angehörige.
Und ja: Niemand stellt das Ziel infrage.
Schnell sehen, wo ein Pflegeplatz frei ist – das wäre eine enorme Entlastung.
Aber: Pflege ist kein Hotelbuchungssystem.
Die Praxis ist deutlich komplexer:
  • Verfügbarkeiten ändern sich ständig
  • Pflegegrade, Personal, Zimmer, kurzfristige Ausfälle
  • Daten müssten laufend, aktuell und valide gemeldet werden
Genau hier versagt der Gesetzentwurf.
Er bleibt vage, schiebt die eigentlichen Probleme in eine spätere Rechtsverordnung – und überlässt den Aufwand den Einrichtungen.
Besonders kritisch:
Eine verpflichtende Meldung mit möglichem Bußgeld, obwohl selbst Experten massive Umsetzungsprobleme sehen.
Unser Standpunkt:
Ein digitales System muss funktionieren – nicht nur gut klingen.
Was sich bewährt, setzt sich durch.
Zwang und Bürokratie helfen der Pflege nicht.
Deshalb: Ablehnung trotz guter Absicht.