In Rheinland-Pfalz ist der Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit inzwischen auch ohne Vorlage eines Sprachzertifikats möglich. Stattdessen genügt ein persönliches Gespräch mit der zuständigen Behörde.
Hierzu Dr. Jan Bollinger, Vorsitzender und innenpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion Rheinland-Pfalz:
„Die AfD-Fraktion bemängelt seit vielen Jahren, dass die Anforderungen an einbürgerungswillige Ausländer immer weiter abgesenkt werden. Der Verzicht auf Sprachzertifikate in Rheinland-Pfalz ist ein weiterer Schritt Richtung Massen-Einbürgerung. Dahinter steckt eine perfide Agenda der Altparteien, inklusive der CDU, die Einbürgerungszahlen immer weiter in die Höhe zu treiben und dies als migrationspolitischen Erfolg zu verkaufen. Aber das Gegenteil ist der Fall. Jede Aufweichung der Mindestanforderungen entwertet den deutschen Pass ein Stück weiter und erhöht das Missbrauchsrisiko.“
„Der Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit kann aus unserer Sicht nur am Ende eines erfolgreich abgeschlossenen Integrationsprozesses stehen, der in aller Regel mindestens zehn Jahre in Anspruch nimmt. Turbo-Einbürgerungen lehnen wir deshalb ab. Eine Grundvoraussetzung muss ebenfalls sein, dass Bewerber die deutsche Sprache sicher beherrschen und diese Fähigkeit mit einem zertifizierten Test nachweisen. Alles andere ist vollkommen unangemessen und leichtsinnig angesichts der rechtlichen Tragweite einer Einbürgerung.“
„Jeder Fahrschüler muss eine theoretische und eine praktische Prüfung bestehen, bevor er seine Fahrlizenz erhält. Warum sollten wir Ausländern, die sämtliche Rechte eines deutschen Staatsbürgers in Anspruch nehmen wollen, einen Sprachtest erlassen? Das ist absurd und falsch. Als AfD-Fraktion fordern wir abgesehen von Sprachzertifikaten eine ausreichend lange Integrationsfrist für Pass-Bewerber, sowie den Nachweis einer eigenständigen Lebensführung ohne Sozialleistungsbezug und Vorstrafenfreiheit.“
