Laut einer Antwort der Landesregierung auf eine Große Anfrage der AfD-Fraktion (Drs. 18/12582) ist der Zustand der rheinland-pfälzischen Straßenbrücken weiterhin schlecht. 233 Brücken im Land haben eine nicht-ausreichende oder ungenügende Zustandsbewertung bei der jeweils letzten Brückenprüfung erhalten. Das entspricht genau der gleichen Anzahl Brücken, die bereits bei der vorletzten Zustandsprüfung mit nicht-ausreichend oder ungenügend bewertet wurden. Brückenprüfungen müssen alle drei Jahre stattfinden.
Bei einzelnen Brücken sind weit über 100 Einzelschäden aufgelaufen. So wurden bei der Rheinbrücke Neuwied/ Raiffeisenbrücke (B 256) 136 Einzelschäden dokumentiert, beim Unkelsteinviadukt (B9) 159 Einzelschäden und bei der Hochstraße Horchheim (B 237) 149 Einzelschäden.
Insgesamt müssten 45 Millionen Euro aufgewendet werden, um die Kreisstraßenbrücken in Rheinland-Pfalz wieder in einen akzeptablen Zustand zu bringen, 90 Millionen Euro für die Brücken an Landesstraßen und 275 Millionen Euro für die Brücken an Bundesstraßen.
Eugen Ziegler, verkehrspolitischer Sprecher der AfD-Landtagsfraktion stellt fest: „Die Antworten der Landesregierungen zeigen einen erheblichen Sanierungsstau bei den rheinland-pfälzischen Brücken auf. Der Sanierungsstau ist seit 2023, also seit unserer letzten großen Anfrage zum Thema, um 12 Millionen Euro gestiegen. Es wird deutlich, dass die rein reaktive Erhaltungsstrategie des LBM für Straßenbrücken geändert werden muss und die Mittel für den Straßenbau erhöht werden müssen.“
Bundesautobahnen sind in allen Zahlen nicht berücksichtigt, da sie nicht vom Landesbetrieb Mobilität betreut werden.